Pilzkontrolle
Pilzkontrolleurin
Rosmarie Eppenberger
Bettliackerstrasse 2
8454 Buchberg
r.eppenberger@vtxmail.ch
044 867 07 42
079 394 41 75
Während Ferienabwesenheiten wenden Sie sich bitte an eine andere Pilzkontrollstelle: www.vapko.ch/de/eine-pilzkontrollstelle-finden
Öffnungszeiten der Pilzkontrollstelle
Juli bis Oktober: Mittwoch und Sonntag: 18:30 – 19:30 Uhr
Zwischen dem 1. und 10. jeden Monats ist die Pilzkontrollstelle geschlossen (Schonzeit). Während den Monaten April, Mai, Juni und November ist die Kontrollstelle nur nach telefonischer Vereinbarung geöffnet.
Telefonische Pilzbestimmung
Vermehrt erhalte ich telefonische Anfragen. Eine Pilzbestimmung auf Distanz ist schlicht unmöglich und zudem gefährlich wegen Verwechslungsgefahr, weil oft kleine Unterschiede zwischen essbar und giftig entscheiden.
Rasenpilze und Kleinkinder
Auch telefonische Anfragen von Eltern, deren Kleinkinder so genannte Rasenpilze gegessen haben, gibt es jede Saison ein paar Mal. Zum Glück waren es bis jetzt immer nur harmlose Düngerpilze. Es könnte sich aber auch einmal z.B.um sehr giftige Risspilze handeln. Darum ist Vorsicht geboten! Bitte beseitigen Sie alle Pilze im Rasen und lehren Sie Ihre Kinder früh, dass man weder Pilze noch Beeren und Pflanzen essen darf, ohne vorher die Eltern zu befragen. Sollte es trotzdem einmal passieren, versuchen Sie, einen dieser Pilze umgehend einem Pilzkontrolleur/In zur Bestimmung vorzulegen. Hat das Kleinkind mehr als 1cm x 1cm von einem Giftpilz gegessen, muss sofort ein Arzt aufgesucht werden.
Allgemeine Bemerkungen
Durch die klimatische Erwärmung findet generell eine spätere Fruktationsperiode der Pilze statt, d.h. immer öfter findet man Pilze auch noch später im Jahr, wenn sich die grösste Sommertrockenheit durch ausgiebigen Regen und kühle Nächte ausgeglichen hat. Die Pilzsaison wird somit tendenziell immer länger. Ich stelle mit Freude fest, dass mich neben den traditionellen Pilzler/Innen Kollegen vermehrt junge Familien mit Kindern besuchen. Dies führt oft zu speziellen Fragen und Diskussionen, die kaum enden wollen! Aber nur weiter so!
Pilz Schontage
Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird, besonders von „eingefleischten“ Pilzsuchern: Wann werden die Pilzschontage aufgehoben? In den Medien war zu lesen, dass nach ausgiebigen Studien (32 Untersuchungsjahre) durch die Forschungsanstalt WSL – siehe Publikation Egli S. 2006 – das Pilze sammeln den Pilzen nicht signifikant und nachhaltig schade. Trotzdem konnten betretungsbedingte Einflüsse festgestellt werden am Beispiel des Goldstieligen Pfifferling (Cantarellus lutescens). Beim wöchentlichen Betreten des Waldbodens, das in etwa der Intensität eines Pilzsammlers entspricht, stellte der Pilz die Fruchtkörperbildung gänzlich ein. Nach Absetzen der Behandlung bildeten sich mit der Zeit jedoch wieder Fruchtkörper in normalem Umfang. Persönlich bin ich der Meinung, dass das Beibehalten der Schontage aus verschiedenen Gründen nicht nur zweckmässig sondern auch notwendig ist. Der Wald ist ebenfalls ein Biotop für Fauna und Flora d.h. es ist sicher erstrebenswert die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt zu erhalten. Durch das kreuz und quere Begehen des Waldes (nicht nur auf Waldwegen) leidet alles. Mit den Schontagen können Waldtiere, die sonst andauernd gestört werden, etwas Ruhe finden. Auch das Zertreten von Kleinlebewesen wird dadurch vermindert und seltene Pflanzen werden besser geschützt.
Freundliche Grüsse, Rosmarie Eppenberger